Wissenstest

Teste dein Wissen.

19 Fragen zur Kfz-Elektrik, alle aus Horsts Arbeitsblättern. Antwort anklicken und sofort sehen, ob sie stimmt, mit Erklärung und Link zum passenden Arbeitsblatt.

0 richtig · 0 von 19 beantwortet

Grundlagen

Frage 1

Wie wird die elektrische Stromstärke gemessen?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Mit dem Amperemeter in Reihe zum Messobjekt – der Stromkreis muss geschlossen sein

Merksatz 4: Das Amperemeter wird in Reihe zum Messobjekt geschaltet. Messvoraussetzung: Der Stromkreis muss geschlossen sein.

Nachlesen: Weinkaufsche Merksätze der Elektrotechnik
Frage 2

Was ist Voraussetzung für eine Widerstandsmessung?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Das Messobjekt ist aus dem Stromkreis herausgelöst und spannungslos

Merksatz 6: Der Widerstand wird parallel zum Messobjekt gemessen – aber nur, wenn das Messobjekt aus dem Stromkreis herausgelöst ist und sich im spannungslosen Zustand befindet.

Nachlesen: Weinkaufsche Merksätze der Elektrotechnik
Frage 3

Wie sollte ein Multimeter nach Gebrauch abgelegt werden?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Drehschalter auf höchsten Wechselspannungsbereich (AC V), Messleitungen in COM und V/Ω

Merksatz 7: Im Wechselspannungseingang sitzt ein Kondensator, der Gleichspannung sperrt. Der Eingangswiderstand ist dadurch sehr hoch – bei einer versehentlichen Messung wird weder das Fahrzeug noch das Multimeter beschädigt.

Nachlesen: Weinkaufsche Merksätze der Elektrotechnik
Frage 4

Sie prüfen eine Leitung statisch mit dem Widerstandsmessgerät gegen Karosseriemasse. Was zeigt das Gerät bei einem Masseschluss?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Nahezu 0 Ω

Bei einem Masseschluss liegt die Leitung auf Karosseriemasse – zwischen Leitung und Masse misst man nahezu 0 Ω. Eine intakte, isolierte Leitung zeigt gegen Masse dagegen einen unendlich hohen Widerstand.

Nachlesen: Messen von Stromstärke, Spannung, Widerstand, Masse- und Plusschluss

Fachmathematik

Frage 5

An einem Widerstand von 50 Ω liegen 12 V. Welcher Strom fließt?

Lösung anzeigen
Richtig ist: 0,24 A

I = U / R = 12 V / 50 Ω = 0,24 A, also 240 mA. Genau diese Beispielaufgabe rechnet Horst im Arbeitsblatt mit dem Schiebewiderstand.

Nachlesen: Das ohmsche Gesetz
Frage 6

Die Spannung bleibt gleich, der Widerstand wird kleiner. Was passiert mit der Stromstärke?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Sie wird größer

Ohmsches Gesetz: Bei konstanter Spannung steigt die Stromstärke, wenn der Widerstand verkleinert wird – und sinkt, wenn er vergrößert wird.

Nachlesen: Das ohmsche Gesetz
Frage 7

Ein Widerstand von 25 Ω liegt an 14,8 V Klemmenspannung. Welche Leistung wird umgesetzt?

Lösung anzeigen
Richtig ist: ca. 8,76 W

Erst den Strom: I = 14,8 V / 25 Ω = 0,592 A. Dann P = U × I = 14,8 V × 0,592 A ≈ 8,76 W.

Nachlesen: Die elektrische Leistung
Frage 8

In einer Reihenschaltung: An welchem Widerstand fällt die größte Spannung ab?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Am größten Widerstand

In der Reihenschaltung ist der Strom überall gleich groß. Deshalb gilt U = R × I: Am größten Widerstand fällt die größte Spannung ab, am kleinsten die kleinste.

Nachlesen: Reihenschaltung von Widerständen
Frage 9

Wie groß ist der Gesamtwiderstand einer Parallelschaltung?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Stets kleiner als der kleinste Einzelwiderstand

Jeder zusätzlich parallel geschaltete Widerstand bietet dem Strom einen weiteren Weg – der Gesamtwiderstand wird kleiner und ist stets kleiner als der kleinste Einzelwiderstand.

Nachlesen: Parallelschaltung von Widerständen
Frage 10

Woran erkennt man, dass die Verbraucher im Kfz parallel geschaltet sind?

Lösung anzeigen
Richtig ist: An der gleichen Betriebsspannungsaufschrift, z. B. 12 V

Parallel geschaltete Verbraucher liegen alle an derselben Spannung – deshalb tragen z. B. alle Glühlampen im 12-V-Bordnetz die Aufschrift 12 V, aber unterschiedliche Leistungen.

Nachlesen: Parallelschaltung von Widerständen
Frage 11

Ein Steckkontakt hat sich geweitet. Was bewirkt der Spannungsverlust an dieser Stelle?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Er mindert die Klemmenspannung und damit die Leistung des Verbrauchers

Die schadhafte Stelle liegt in Reihe zum Verbraucher. Spannungsverlust und Klemmenspannung ergeben zusammen die Gesamtspannung – die Klemmenspannung sinkt, der Verbraucher bringt weniger Leistung, und die Schadstelle erwärmt sich.

Nachlesen: Spannungsverlust
Frage 12

Eine Leitung wurde mit der falschen Crimpzange gequetscht. Was ist die Folge?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Kleinere Leiterfläche, höhere Stromdichte, Erwärmung bis hin zum Leitungsbrand

J = I / A: Wird die Fläche kleiner, steigt die Stromdichte. Die Elektronen müssen sich „durchzwängen“, die Stelle erwärmt sich – im schlimmsten Fall bis zum Leitungsbrand. Bei der Sicherung ist genau das gewollt.

Nachlesen: Stromdichte
Frage 13

Welchen spezifischen Widerstand hat Kupfer?

Lösung anzeigen
Richtig ist: 0,0178 Ω·mm²/m

Kupfer: ρ = 0,0178 Ω·mm²/m (Leitfähigkeit 56 m/Ω·mm²). 0,0278 ist Aluminium, 0,13 ist Eisen. Tipp aus dem Arbeitsblatt: Ist kein Werkstoff angegeben, immer mit Kupfer rechnen.

Nachlesen: Leiterwiderstand, spezifischer Widerstand, Leitfähigkeit
Frage 14

Warum „versagt“ die Starterbatterie besonders im Winter?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Der Elektrolyt ist ein Heißleiter – kalt leitet er schlechter, der Innenwiderstand steigt

Die verdünnte Schwefelsäure transportiert die Ladungen und bildet den Innenwiderstand Ri. Elektrolyte sind Heißleiter: Bei Kälte wird die Batterie hochohmiger – am Ri fällt mehr Spannung ab, für den Anlasser bleibt weniger.

Nachlesen: Innenwiderstand von Spannungsquellen

Fachtechnologie

Frage 15

Welche Aufgabe hat die Freilaufdiode an einer Relaisspule?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Sie lässt den Selbstinduktionsstrom beim Abschalten in die Spule zurückfließen und schützt so vor Überspannung

Beim Abschalten bricht das Magnetfeld zusammen und induziert eine Spannung. Die Freilaufdiode ist dafür in Durchlassrichtung geschaltet und schützt nachfolgende Elektronik. Beim Einschalten sperrt sie für den Steuerstrom.

Nachlesen: Freilaufdiode, Verpolungsschutzdiode und Freilaufwiderstand
Frage 16

Wozu dient die Verpolungsschutzdiode in einem Relais mit Freilaufdiode?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Sie schützt die Freilaufdiode vor Zerstörung, wenn das Relais verpolt angeschlossen wird

Wird das Relais an Klemme 85 mit Plus und 86 mit Minus angeschlossen, läge die Freilaufdiode ohne Schutz an voller Betriebsspannung und würde zerstört.

Nachlesen: Freilaufdiode, Verpolungsschutzdiode und Freilaufwiderstand
Frage 17

Aus welchem Werkstoff besteht der Eisenkern des Klauenpolläufers – und warum?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Weichmagnetisch – er verliert seinen Magnetismus schnell, so lässt sich der Generator regeln

Geregelt wird über den Erregerstrom. Ein hartmagnetischer Kern würde sein Magnetfeld behalten, die Spannung ließe sich nicht mehr herunterregeln. Weichmagnetisches Material folgt dem Erregerstrom.

Nachlesen: Fragen und Antworten zum Drehstromgenerator
Frage 18

Warum muss die Ladekontrollleuchte (Glühlampe) eine bestimmte Mindestleistung haben?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Über sie fließt der Vorerregerstrom – bei zu kleiner Leistung ist ihr Widerstand zu hoch und das Magnetfeld zu schwach

Je kleiner die Leistung einer Glühlampe, desto größer ihr Widerstand. Der Vorerregerstrom muss aber groß genug sein, damit der Generator bei angemessener Drehzahl mindestens 2 × 0,7 V erzeugen und sich selbst erregen kann.

Nachlesen: Ladekontrollleuchte

Messen & Diagnose

Frage 19

Wie verhält sich ein NTC-Temperaturfühler, wenn er wärmer wird?

Lösung anzeigen
Richtig ist: Sein Widerstand wird kleiner

NTC = Negativer Temperatur-Coeffizient, auch Heißleiter: Mit steigender Temperatur sinkt der Widerstand – nicht linear. Er liegt mit einem Messwiderstand im Steuergerät in Reihe, versorgt mit meist 5 V.

Nachlesen: Messungen an Temperaturfühlern (ohne Befundung)

Mehr üben?

Alle Arbeitsblätter mit ausführlichen Erklärungen findest du nach Themen sortiert.

Zu den Themen